Was fehlt am meisten in unserer Gesellschaft?
Zuerst erschienen auf LinkedIn am 2. September 2026. Original auf LinkedIn
Meine Antwort: Gute Gespräche.
Doch gute Gespräche entstehen nicht einfach von selbst. Sie brauchen Gesprächsfähigkeit: zuhören können, die eigene Position verständlich machen, nachfragen, Unterschiede aushalten, gemeinsam Sinn entwickeln – und Verantwortung für das Gespräch übernehmen.
Gerade in einer Zeit, in der Debatten schneller, härter und durch KI noch komplexer werden, ist das keine nette Zusatzkompetenz. Gesprächsfähigkeit ist Handlungsfähigkeit.
Und deshalb gehört sie für mich ins Zentrum von Bildung.
Wer junge Menschen auf eine demokratische, digitale und KI-geprägte Zukunft vorbereiten will, muss ihnen nicht nur Wissen vermitteln. Schulen müssen Orte sein, an denen Menschen lernen, miteinander zu denken, zu widersprechen, zuzuhören und Verständigung herzustellen.
Das beginnt bei den Lehrkräften – und damit auch in ihrer Aus- und Fortbildung.
Genau hier setzen meine Seminare zum Dialogischen Lernen und zur Gesprächsfähigkeit an.
Vielleicht sollten wir Bildung künftig auch an einer einfachen Frage messen:
Wie gut lernen Menschen dort, miteinander ins Gespräch zu kommen?
Die aktuellen PISA-Ergebnisse stimmen (wiederholt) nachdenklich.
Wie denkst Du / Wie denken Sie darüber: Erhalten Lehrkräfte eine für diese Zeit passende Kommunikationsausbildung?
